16. März 2025

Lange vor mir her geschoben, noch länger gedacht, nun endlich ist es soweit, ich versuche mich wieder im Bloggen:

Den Sonntag wie nun schon seit einigen Wochen damit begonnen, das Brot für die Woche zu backen und anschließend beim ersten Kaffee den Newsletter von Nils Minkmar „Der siebte Tag“ zu lesen. Dann ausgiebiges Sonntagsfrühstück, bei dem ich die eher zufällig noch kurz vor Ablaufdatum ganz hinten im Kühlschrank wieder entdeckte rumänische Brombeermarmelade öffne – ein vergessenes Mitbringsel der Interrailtour von 2023. Die Marmelade besticht optisch zwar mit zahlreichen ganzen Brombeeren, schmeckt aber wie „Brombeere in Zuckerkonzentrat“, ich wußte nicht, das irgend etwas derartig süß sein kann. Nun, vielleicht lässt sie sich ja tropfenweise verbrauchen.

Dazu höre ich die neueste Folge des sehr empfehlenswerten Podcasts „Ostausschuss der Salonkolumnisten“.

Der weitere Teil des Tages verläuft wegen anfliegender Erkältung eher gemächlich mit Haushaltsdingen. Nachmittags beschliesse ich, dass frische Luft gewiss gut tut und ich endlich den alten Handtuchstapel zum Altkleidercontainer bringen kann. Dieser ist allerdings schon bis zum Rand gefüllt, so dass ich letztlich einfach mit einem Stapel alter Handtücher spazieren gegangen bin, was sich schon ein wenig wunderlich angefühlt hat.

Abends habe ich beim Stöbern auf arte die Miniserie „Notre Dame – die Jahrhundertbaustelle“ entdeckt und sie hat mich so gefesselt, dass ich zwei Teile sofort hintereinander gesehen habe. Sie berichtet über den Wiederaufbau nach dem verheerenden Brand und enthält viele beeindruckende Aspekte, angefangen von den großartigen Drohnenaufnahmen der Kathedrale von innen und außen über die Schilderung der Planung von Rekonstruktion und Restauration, die Zusammenarbeit von hochspezialisierten Wissenschaftler:innen und Gewerken (ich wußte bislang nicht, dass es Klangarchäologie überhaupt gibt) bis hin zur Architekturgeschichte und dem „statischen Wunder“. Wieder und wieder finde ich absolut faszinierend, dass so ein Bau im 12. Jahrhundert nicht nur erdacht, sondern auch umgesetzt werden konnte. Und wie damals die Menschen in den Steinbrüchen schon non verbal mit den Bauleuten vor Ort kommuniziert haben. Und mit welcher Geduld und mit Hilfe modernster Technik heute durchaus erfolgreich versucht wurde, über Jahrhunderte hinweg die damalige Bauweise zu verstehen. Ich hätte auch noch einen vierten und fünften Teil gerne gesehen. Noch bis zum 12. April in der Mediathek.

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